Gottesdienst am Nikolausberg

Es ist gut, dass Pfarrer, Kirchenveraltung und Pfarrgemeinderat eine seit vielen Jahrzehnten bestehende Tradition nicht untergehen lassen. Sie hatte sich am Sonntag bei herrlichem Sommerwetter mit einem Gottesdienst auf dem Nikolausberg, unmittelbar am Hochkreuz vor dem St. Nikolauskirchlein fortgesetzt. Heimatpriester Pater Leo ließ es sich nicht nehmen, bei seinem Aufenthalt als Zelebrant mit dabei zu sein. Er hielt auch die Predigt.

 

 

Viele Gläubige hatten den Weg zur „Wallfahrtskirche“, wie sie oft bezeichnet wird, genommen. Die Geschichte erzählt, dass seit Jahrhunderten die „Nikalaskirche“ ein gern aufgesuchter Ort des Gebets und der stillen Betrachtung ist. Früher war die Rede von der „Kirche der kleinen Leute“ mit vielen Volksheiligen und Nothelfern (Kirchenpatron St. Nikolaus, Heiliger Sebastian, Heiliger Rochus, Heiliger Johannes Nepomuk und Maria-Hilf-Bild), denen man seine Sorgen und Nöte, aber auch seine Freuden hat anvertrauen können. Vor 24 Jahren fand aus Anlass der Fertigstellung der Innenrenovierungsarbeiten ein Fest- und Dankgottesdienst statt. Nach dieser Zeit stehen heute schon wieder Arbeiten am inneren und äußeren Mauerwerk (Feuchtigkeitsstellen) an.Freudig eingestimmt hatte Chorleiter Hans Fröhlich (Keyboard) die Gläubigen mit den Liedern aus dem Gotteslob, während Pfarrer Norbert Große mit Pater Leo den Gottesdienst zelebrierte.

„Nun jauchzt dem Herren alle Welt“, sangen die vielen Gläubigen eingangs, während Pfarrer Norbert Große bei seiner Begrüßung herausstellte, den Herrn im Gebet zu bitten, dass er viele Arbeiter in seinem Weinberg senden möge. 

„Die Kirche ist missionarisch“, stellte Peter Leo in seiner mit viel Andacht aufgenommenen Predigt fest. Alle Gläubigen seien Kirche und Gott ein Sprechender. Die Menschen lassen sich zum Glauben rufen. Er müsse sich im Herzen öffnen. Es gebe keinen Glauben ohne Hören. Deshalb müsse der Mensch ein Hörender sein. Vorher sei Stille wichtig. „Lärm zerstört, Stille nährt.“ Stille muss  gelebt werden. Aus der Stille wächst das Gebet. Vom Kreuz komme die Wahrheit. Der Glaube erfordere eine innere, freie Zustimmung. Umso mehr seien Vater und Mutter Missionare, die das Empfangene weiter geben. Glaubwürdigkeit sei Stimmigkeit in sich. Begrüßt hatte Pater Leo, dass Papst Benedikt XVI. die Wirklichkeit sehe, dass der Glaube in Europa abnehme. Seine neuen Gedanken dazu seien vielversprechend. Der Prediger rief den Gläubigen zu: „Wer glaubt ist ein Missionar!“ Eingestimmt wurde in das Lied „Dem Herzen Jesu singe“, während nach dem Segen das Marienlied „Meerstern, ich die grüße“ erklang.

Text und Bild von Fred Lehner

  • nikolaus01
  • nikolaus02
  • nikolaus03
  • nikolaus04
  • nikolaus05
  • nikolaus06
  • nikolaus07

Simple Image Gallery Extended

Drucken E-Mail

Pfarrei St. Johannes Floß  -  Pfarrer-Jakob-Raß-Zentrum 2  -  92685 Floß  -  Email: info@pfarrei-floss.de