Kirchturmkreuz und Kirchenkreuze sowie Erzengel-Figur auf Kanzel fehlen immer noch
Den Gläubigen in der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer wird seit Jahren viel Geduld auferlegt. Vor mehr als vier Jahren mussten aus Sicherheitsgründen die Kreuze an den Giebeln der Pfarrkirche und des Kirchturmes abgenommen werden. Ein Anblick, der bis heute ungewöhnlich ist. Selbst Gästen und Besuchern fällt auf, dass am katholischen Gotteshaus und am Kirchturm die Kreuze fehlen.
Eine rasche Behebung der Schäden geht nicht auf ein Verschulden von Pfarrer Max Früchtl oder der Mitglieder der Kirchenverwaltung zurück, vielmehr mussten in den letzten Jahren bei der Vielzahl anstehender baulicher Maßnahme Prioritäten in der Dringlichkeit anstehender Maßnahmen gesetzt werden. Weil es um das Wohl des Kindes geht, hat sich die Diözese in Regensburg für die Erweiterung und Sanierung des Kindergartens St. Johannes Maria Vianney, dessen freigemeinnütziger Träger die Katholische Kirchenstiftung ist, entschieden. Erst wenn dieses seit Jahren anstehende, dringende Bauprojekt unter Dach und Fach ist, will man sich sowohl seitens der Kirchengemeinde als auch der Diözese den Kreuzen auf Turm und Kirche zuwenden. Es dauert also noch eine Weile. Verständnis und Geduld ist weiter gefragt und notwendig. Ob das jedermann aufbringt, ist eine ganz andere Frage. Viel zu lange dauerten die mit dem Bauprojekt des Kindergartens zuständigen behördlichen Entscheidungen. Dabei geht es gar nicht so sehr um die sonst so wichtige Frage der Finanzierung. Pfarrer Max Früchtl betont immer wieder, dass es am Geld nicht liege. Vor kurzem hat er den Gläubigen mitgeteilt, dass das bevorstehende große Bauprojekt des Kindergartens noch im Herbst begonnen werden kann. Die Kinder werden während der Bauzeit im Pfarrheim St. Josef untergebracht. Es soll ein nahtloser Übergang sein, so dass die Aufrechterhaltung der Erziehungsstätte ohne Probleme weiter gewährleistet ist. Ähnlich wie dies schon in der evangelischen Kirchengemeinde der Fall war, müssen die Vereine, Verbände und Gruppen Verständnis dafür aufbringen, dass während der Bauzeit des Kindergartens das Pfarrheim nicht benützt werden kann. Das ökumenische Zusammenwirken und die gegenseitige Hilfe sind erneut gefordert und müssen sich weiter bewähren.
Ein weiteres anstehendes Problem sind das Turmkreuz und die Kirchenkreuze. Die Finanzierung läuft ebenfalls über die Regensburger Diözese. Aufzubringende Eigenleistungen der Kirchengemeinde sind jedenfalls nicht das Problem. Ehe liegt es wieder an den Geldern der Diözese. Wie dem auch sei: Floß, das Turmkreuz und die Kirchenkreuze werden noch länger als man glauben kann, im Gespräch bleiben.
Nicht nur die Kindergartenweiterung und die fehlenden Kreuze am Kirchturm und an der Pfarrkirche sind laufend und seit Jahren im Gespräch, auch die seit nahezu einem Jahr fehlende Figur des Erzengels auf der Kanzel der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer macht von sich reden. Es war eine kleine Hiobsbotschaft als vor fast einem Jahr bekannt wurde, dass die denkmalgeschützte Statue mit Trompete und Flammenschwert sich nach vorne neigte und gänzlich einzustürzen drohte. Die Flügel des Erzengels auf der Kanzel hatten zwischen den beiden Engeln mit Hoffnungsanker und Kelch Halt gefunden und verhinderten damit Schlimmeres. Pfarrer Max Früchtl hat wieder schnell gehandelt, die über zwei Meter lange Figur in der Kapelle bis zur Abholung durch eine Fachfirma, der die Restaurierung in Auftrag gegeben wurde, deponieren lassen. Einig war man sich seitens des Auftragsgebers und Auftraggebers, die entstandenen und sichtbaren Schäden sofort zu beheben. Die Finanzierung der Restaurierung ist durch die Eigenleistungen der Kirchengemeinde gesichert.
Nur am Rande sei vermerkt, dass eine weitere Reparatur einer kirchlichen Einrichtung ansteht. Seit längerer Zeit ist eine der vier Kirchenglocken nicht mehr in Betrieb. Die Ursache ist ein defekter Motor, da das Glockengeläute ausschließlich durch die Elektrotechnik betrieben wird. Auch dieser Schaden wartet auf eine Behebung.
Artikel und Bild(er): Fred Lehner