Nachruf auf Anton Eismann

Anton Eismann

Die Nachricht vom Tode Anton Eismann, Paintweg, hinterließ bei der Bevölkerung im Flosser Amt Trauer und Bestürzung. Eismann war ein kommunalpolitisches Urgestein und genoss bei allen Bevölkerungsschichten höchste Anerkennung. Kaum ein Bürger des Flosser Amtes kann ein derart langes ehrenamtliches Engagement aufweisen wie Anton Eismann. Noch am 7. Februar war es ihm vergönnt, im Kreise seiner Angehörigen im Seniorenwohnheim „Am Reiserwinkel“ seinen 91. Geburtstag zu feiern.

Sein Lebensweg war geprägt von christlicher Nächstenliebe, der Hilfe und Unterstützung seiner Mitmenschen und seinem festen, unerschütterlichen christlichen Glauben als katholischer Christ. Seiner Heimatpfarrei St. Johannes der Täufer war er von Jugend an zugetan und übte eine Reihe von ehrenamtlichen Tätigkeiten, zuletzt als Mesner, aus. Seine politische Heimat war die Christlich Soziale Union, für die er eingestanden ist, gekämpft hat und in Anspruch nehmen konnte, wertvolle Dienste am Aufbau seiner innig geliebten Geburts- und Wohngemeinde geleistet zu haben. Anton Eismann hat sich um das Wohl von Bürger und Gemeinde überaus verdient gemacht.

Das drücken auch seine Lebensstationen aus. Anton Eismann erblickte am 7. Februar 1945 in Floß das Licht der Welt, besuchte die Flosser Volksschule und trat bei der früheren Porzellanfabrik Plankenhammer als Expedient die Lehre an. Am 8. Juni 1957 verehelichte er sich mit der aus Flossenbürg stammenden Marga Zapf. Drei Kinder, Eddie, Hans und Anton, gehörten zum Familienglück. Im Wohnbaugebiet „Paintweg“ errichtete die Familie Eismann ein Eigenheim, wo der Verstorbene bis zu seinem Tode wohnte. Ein schwerer Schicksalsschlag war für die Familie der Tod von Frau und Mutter Marga im März 2001. Sie brachte viel Verständnis für das ehrenamtliche Engagement ihres Mannes in Politik, Gemeinde, Kirche und Vereine auf. Anton Eismann suchte im christlichem Glauben Kraft, Stärke und Halt. Seine früheren Spaziergänge halfen über Vieles an Leid und Schmerz hinweg.

Bereits mit 25 Jahren erhielt er von der Bevölkerung der früheren Gemeinde Schönbrunn das große Vertrauen als Mitglied des Gemeinderates und war bis 1972 Ortswaisenrat. Anton Eismann war mit Bürgermeister a. D. Fred Lehner einer derjenigen, die im Jahre 1972 erfolgte freiwillige Eingliederung der sechs Flosser Landgemeinden in den Markt Floß voranzutreiben. Eismann hatte ab 1972 Sitz und Stimme als Mitglied der CSU-Fraktion im Flosser Marktgemeinderat. Von 2002 bis 2008 war er zweiter Bürgermeister. Seine Verdienste wurden mit der Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille in Bronze gewürdigt. Damit hat er sein kommunalpolitisches Wirken abgeschlossen. Der Christlich Sozialen Union trat er bereits 1960 bei und war ein eifriger aber stets loyaler und toleranter Verfechter von Recht und Gerechtigkeit. Im Ortsverband Floß war er acht Jahre 1. Vorsitzender und 15 Jahre Schatzmeister. Seine soziale Einstellung überragte alles. Seit 1958 war Eismann Mitglied des Katholischen Männervereins, wo er über 25 Jahre 2. Vorsitzender war und als „Leuchtturm“ bis zu seinem Lebensende galt. Die Würde als Ehrenmitglied wusste er sehr zu schätzen. Mehr als 20 Jahre kümmerte er sich um die Kasse der Senioren-Union im Landkreis Neustadt / Waldnaab. Der Kirchenverwaltung gehörte der gläubige Christ 30 Jahre an und übte das Amt des Kirchenpflegers von 1995 bis 2014 aus. Auch als Lektor engagierte sich Eismann mit größter Hingabe, war Kommunionhelfer und zuletzt unter Pfarrer Max Früchtl Mesner. Eine feste Größe, Hilfe und Stütze im kirchlichen Leben seiner Heimatpfarrei, die ihm viel zu danken hatte. Seine Verbundenheit mit örtlichen Vereinen, Verbänden und Organisationen, denen er mit Rat und Tat zur Seite stand, nahm er stets ernst. Das wissen besonders der Turnverein 1908, der Obst- und Gartenbauverein, die Seniorenunion, die Freiwillige Feuerwehr, die Siedlergemeinschaft und die Königlich privilegierte Schützengesellschaft 1834, nicht zuletzt die Katholische Pfarrgemeinde und die Freunde des Stammtisches 80, die er Woche für Woche besuchte. Fest stand er zur Flosser Landwehr und war stolz über diesen historischen Verein, den er mit aufbaute.

Der Trauergottesdienst findet am Mittwoch, 6. Mai, um 14.30 Uhr in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer statt. Anschließend Beerdigung im katholischen Friedhof.

Artikel und Bild(er): Fred Lehner 

Pfarrer Max Früchtl und Pfarrgemeinderatssprecherin Elisabeth Lehner dankten Eismann für seine Tätigkeit als Mesner.

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