Floß trauert um Theresia Stadlbauer
Noch konnte Theresia Stadlbauer, geborene Bachmayer, mit Ehemann Gottfried am 7. Juni in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer das seltene Fest der Goldenen Hochzeit feiern. Pfarrer Max Früchtl gab dem sympathischen in der Bevölkerung allseits beliebten Jubelpaar Gottes Segen für den weiteren gemeinsamen Lebensweg mit in die kommende Zeit.
Doch Gott der Allmächtige hat überraschend Theresia Stadlbauer am 11. Juli zu sich heimgerufen. Trauer und Bestürzung auch in der Bevölkerung über eine Vorzeigebürgerin, die ihren christlichen Glauben gelebt und in großartiger Weise als Erzieherin im Kindergarten St. Johannes Maria Vianey und als Mitglied des Katholischen Frauenbundes durch Meditationen und Vorträge vermittelt hat. Theresia Stadlbauer hatte die Kinder in ihr Herz geschlossen. Ihre fürsorgliche Hingabe in der Erziehung machte sie zu einer anerkannten und überaus beliebten Betreuerin. Die leidenschaftliche Hobbymalerin und Musikerin auf der Gitarre glänzte bei ihren Auftritten und vermittelte Gottes Worte der Liebe und Freude.
Vor 32 Jahren gründete sie mit Gemeindereferenten Hans Mühlhofer die Kinderkirche, die heute aus dem Leben der Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer nicht mehr wegzudenken ist. Der Chorgesang hat es ihr angetan. Sie gehörte zu den Stammsängerinnen des früheren Kirchenchores unter Leitung von Hans Fröhlich.
Theresia Stadlbauer erblickte am 13. Mai 1952 in Waldkirch als Tochter der Eheleute Anna und Oskar Bachmayer das Licht der Welt, ging in die Volksschule und war später im Mutterheim Mallersdorf. Sie erlernte den Beruf als Erzieherin und übte diesen seit 1972 aus. Am 5. Juni 1976 schloss sie mit Gottfried Stadlbauer den Bund fürs Leben. Das Familienglück erfüllten Tochter Judith und Sohn Gregor. Im selbst erbauten Eigenheim in der Kirchstraße hatten die Eheleute Stadlbauer ihr festes Zuhause. Dort verbrachte das Ehepaar auch ihren Lebensabend.
Im Trauergottesdienst am 22. Juli in der katholischen Pfarrkirche hatte Regionaldekan und Direktor des Diözesan-Exerzitienhauses Johannisthal die bewegte und ganz im christlichen Sinn eingestellte Lebensweise der Verstorbenen lobend gewürdigt und herausgestellt. Zugleich gab es ein dickes Vergelt’s Gott für herausragende Mitarbeit im kirchlichen Leben.
Die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes mit der sogenannten “Finnischen Messe“ übernahm Kathrin Karban-Völkl mit ihrem Chor.
Die Urnenbeisetzung hielt Pfarrer Max Früchtl unter der gesanglichen Begleitung des Lobpreisteams.
Artikel und Bild(er): Fred Lehner